Bullys artgerecht ernähren – darauf sollten Halter achten

Was gehört zu einer artgerechten Ernährung eines Bullys? Foto: © CallallooAlexis / stock adobe

Wer mit einem Hund zusammenlebt möchte natürlich, dass es dem Vierbeiner rundum gut geht. Dazu gehören regelmäßige Kontrollbesuche beim Tierarzt, ausgiebige Spaziergänge und natürlich die richtige Ernährung.

Im Handel sind zahlreiche Futtermittel für Hunde erhältlich, und nicht immer ist auf den ersten Blick ersichtlich, welches Futter wirklich den Bedürfnissen des eigenen Tieres entspricht. Beim Kauf gibt es einige wichtige Punkte, die im Sinne des Tieres beachtet werden sollten.

Was sollte artgerechtes Hundefutter auf jeden Fall enthalten?

Nahezu jedes Kind weiß, dass der Hund vom Wolf abstammt und somit zu den Fleischfressern gehört. Entsprechend sollte Hundefutter auch zu großen Teilen aus Fleisch bestehen, um den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden. Geeignet sind ganz unterschiedliche Fleischsorten.

Beliebt sind Rind und Geflügel, aber auch Pferdefleisch für Hunde kann verwendet werden. Wichtig ist, dass es sich um möglichst hochwertiges Fleisch handelt, denn nur darin sind die benötigten Nährstoffe enthalten. Schlachtabfälle oder minderwertige Produkte eignen sich nicht für die Herstellung von Hundefutter.

Da Wölfe in der Natur nicht nur Fleisch, sondern auch Beeren, Früchte und Kräuter fressen, können auch diese im Futter zum Einsatz kommen. Getreide wird aufgrund der enthaltenen Ballaststoffe häufig ebenfalls zugesetzt.

Was dagegen im Hundefutter nichts zu suchen hat, sind Zusätze wie Konservierungsmittel, Farbstoffe, Zucker oder künstliche Lockstoffe. Diese können zu Allergien oder Unverträglichkeiten führen oder auch das Gewicht der Tiere in die Höhe treiben. Alle im Handel verfügbaren Futtermittel müssen so ausgezeichnet sein, dass alle darin befindlichen Inhaltsstoffe auf der Verpackung ersichtlich sind. Ein genauer Blick auf die Zutaten lohnt sich daher beim Futterkauf immer.

Bedürfnisse des Hundes sind ausschlaggebend

Grundsätzlich gilt bei der Wahl des richtigen Hundefutters: Je natürlicher und je weniger Zutaten, desto besser. Aber das ist längst noch nicht alles, worauf Hundehalter achten müssen. Jedes Tier ist anders und hat seine ganz eigenen körperlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse.

Das fängt schon bei der Rasse an. Große Hunde, die sehr aktiv sind, benötigen nicht nur mehr Futter, sondern auch eine andere Zusammensetzung als Hunde, die von Natur aus sehr klein sind und sich vielleicht auch noch weniger bewegen. Neigt das Tier dazu, zu viel Gewicht anzusetzen, sollte ein möglichst kalorienarmes Futter gewählt werden, das zudem wenig Kohlenhydrate enthält. Auch das Alter spielt eine Rolle, wenn es um die Wahl des passenden Hundefutters geht. Welpen befinden sich noch im Wachstum und brauchen etwa mehr Kalzium als erwachsene Tiere, um den Aufbau der Knochen zu fördern. Ein älterer Hund, der viel auf dem Sofa liegt, benötigt weniger Energie und sollte ein angepasstes Futtermittel erhalten.

Liegen Grunderkrankungen vor, ist es ratsam, einen Tierarzt hinzuzuziehen. Manche Krankheiten wie etwa Diabetes oder eine Nierenschwäche erfordern bei Hunden spezielle Futtermittel, die häufig nicht im Handel, sondern nur in der Tierarztpraxis erhältlich sind. Das gilt auch, wenn beim Hund Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt vorliegen.

Da auch Hunde unter Lebensmittelunverträglichkeiten leiden können, muss die Ursache von Symptomen wie Durchfall, Hauterkrankungen und Erbrechen im Sinne der Gesundheit und des Wohlbefindens unbedingt ermittelt werden. Nicht selten sind Beschwerden dieser Art auf das falsche Futter zurückzuführen.